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Hans Holbein der Jüngere - Der Kaufmann Georg Gisze


   

   
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Hans Holbein der Jüngere  - Der Kaufmann Georg Gisze


Informationen zum Bild

Der Maler Hans Holbein der Jüngere, porträtierte Georg Gisze im Jahr 1532 auf einem Gemälde, das Gisze vermutlich selbst in Auftrag gegeben hatte und diesen in aufwendiger Kleidung und umgeben von allegorisch zu verstehenden Gegenständen in seinem Kontor zeigt. Attribute wie Briefe, Rechnungsbuch, Waage und Siegel lassen den Betrachter in der Darstellung einen Kaufmann erkennen.
Das Porträt zeigt den Hansekaufmann Gisze, der aus einer erfolgreichen Familie von Kölner Handelsleuten stammte, im Alter von 34 Jahren. Wenig später sollte Gisze nach Danzig zurückkehren, wo er 1535 die angesehene Bürgerstochter Christine Krüger heiraten sollte.
Die Identifizierung Giszes ist durch eine lateinische Inschrift am oberen Bildrand -über seinem Kopf- gesichert. Der Brief, den Georg Gisze in Händen hält ist ebenfalls gut lesbar: „Dem Erszamen/Jorgen gisze to lunden/in engelant mynem/broder to handen“. Insgesamt erscheint der Name "Gisze" 7x im gesamten Bild (4x auf den Briefen im Wandregal).
Hans Holbein der Jüngere hat mit diesem Porträt das bedeutendste Kaufmannsporträt in der deutschen Malerei geschaffen. Das Bildnis demonstriert die umfassenden malerischen Fähigkeiten Holbeins eindrucksvoll und stellt einen Höhepunkt innerhalb der Porträtmalerei dar. Die Darstellung verschiedener Stofflichkeiten (Glas, Pflanzen, Kleidung, Teppich etc.) gelingen dem Maler, der zu dieser Zeit bereits für König Heinrich VIII. von England arbeitete, auf das leichteste. Damit wird das „Bildnis des Georg Gisze“ zu einem der Hauptwerke Holbeins des Jüngeren wie auch zu einem bedeutenden Werk der Renaissance.
Neben dem „Bildnis des Georg Gisze“ hat Holbein noch einige weitere Hansekaufleute porträtiert, die ebenfalls am Londoner Stalhof arbeiteten. Diese können sich - obgleich auch sie sehr gute Porträts sind - nicht mit dem Georg Giszes messen, da sie wesentlich kleinformatiger sind und weniger Details aufweisen.
Das berühmte Gemälde ist in der Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin ausgestellt.