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Edgar Hilaire Germain de Gas (Degas),
(* 1834 in Paris; † 1907 in Paris) war ein bedeutender französischer
Maler, Zeichner, Bildhauer und Grafiker des Impressionismus.
Edgar Hilaire Germain de Gas (Degas) wird am 19. Juli 1834 in Paris
geboren. Edgar ist das älteste von fünf Kindern der Eheleute Pierre
Auguste Hyacinthe de Gas und Celestine Musson, einer Amerikanerin
(französischer Herkunft) aus New Orleans. Der Vater leitet eine
Niederlassung der Familienbank, die Edgars Großvater Hilaire de Gas
gehört. Seinen Namen ändert er 1870 in Degas.
Ab 1845 besuchte Edgar das Louis-le-Grand Gymnasium in Paris. Edgar war
ein sehr guter Schüler, mit großem Interesse an der Literatur.
Nur zwei Jahre später stirbt seine Mutter.
Nach Beendigung des Lyzeums beginnt er auf Wunsch des Vaters ein
Jurastudium. Edgar Degas verwendet jedoch viel Zeit aufs Zeichnen,
kopiert Werke von Albrecht Dürer, Raffael u.a..
Da Degas die Kunst immer mehr anzieht, beendete er 1855 das Jurastudium
und schreibt sich in der École des Beaux-Arts ein, wo Degas Léon
Bonnat, Delaunay und Fantin-Latour kennenlernt. Mehr als die
Kunstschule besuchte Edgar Degas den Louvre und das Atelier des Malers
Lois Lamothe, einem großen Verehrer von Ingres.
Es folgen Reisen nach Südfrankreich und Italien, wo Verwandte von Degas
leben. Degas bleibt, bis auf kurze Aufenthalte in Paris, bis 1860 in
Italien. Es entstehen Porträts seiner Familie und zahlreiche
Bleistiftstudien berühmter Fresken von Michelangelo, Ucello, Raffael
und anderer Meister der Renaissance.
Degas verbringt viel Zeit um die Villa Medici, lernt u.a. Gustave Moreau kennen.
1860 widmet sich Edgar D. der japanischen Kunst und der
Historienmalerei. Es entstehen streng klassische Bilder wie "Junge
Spartanerinnen fordern Knaben zum Kampf heraus".
1863 lernt Degas Edouart Manet kennen, unter dessen Einfluß er die
Historienmalerei fast vollständig aufgibt. Stattdessen stellt Degas das
Großstadtmilleu dar (z.B. "Absinth").
1865 wird sein erstes Gemälde im Pariser Salon ausgestellt. Im
darauffolgenden Jahr beginnt Degas mit zahlreichen Pferde- und
Jockeybildern, 1868 zeigt sich sein zunehmendes Interesse am Ballett,
was eines deiner Hauptthemen wird (z.B. Die Tanzstunde"). Degas stellt
im Pariser Salon "La Source" aus.
Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 dient Edgar Degas
zuerst in der Infanterie, später bei der Artillerieeinheit der
Nationalgarde. Seine Sehkraft wird durch Kälte geschwächt.
1872 begibt sich Edgar D., mit seinem Bruder René de Gas, auf eine
Reise nach New York und New Orleans, um die Geburtsstadt seiner Mutter
zu besuchen. Zwei seiner Brüder sind Baumwollkaufleute, im Unternehmen
seines Onkels. Degas macht Studien für seinen berühmten "Baumwollmarkt".
Im April 1873 kehrt Degas nach Paris zurück, besucht häufig die Oper.
Es entstehen naturalistische Genrebilder wie z.B. "Bei der Fußpflege".
Im Winter des Jahres reist Edgar D. nach Turin, um seinen schwerkranken
Vater zu besuchen, der kurz darauf stirbt.
Mit Ausnahme von 1882 nimmt Edgar Degas an allen Impressionistenausstellungen (von 1874-1886) teil.
Es folgen zahlreiche Reisen durch Europa, 1889 bereist Degas Spanien
und Marokko. 1890 besucht Edgar Degas seinen Bruder Achille in Genf.
Zwei Jahre später gibt Degas die Ölmalerei völlig auf, da sein
Augenlicht zu schwach ist. Es entstehen fast nur noch Pastelle, die
durch mangelnde Sehkraft zunehmend freier dargestellt werden.
1893 hat E. Degas seine erste und einzige Einzelausstellung bei Durand Ruel.
Zur Jahrhundertausstellung werden zwei Gemälde und fünf Pastelle von Degas ausgestellt.
1914 gelangen aus der Sammlung Camondo prachtvolle Werke von Degas in
den Louvre. Dies kennzeichnet den vollen Sieg der Impressionisten.
Die Werke Degas zeichnet aus, den Arbeitsplatz (z.B. "Die
Büglerinnen"), die städtische Kulisse und die neuen Lebensumstände des
Menschen im Industriezeitalter, für die Kunst entdeckt zu haben.
Degas lebte bescheiden und prunklos, seinem zunehmenden Ruhm stand
Degas offensichtlich gleichgültig gegenüber. Er zog sich in den letzten
Jahrzehnten seines Lebens immer mehr in die Einsamkeit zurück und hatte
nur Kontakt zu sehr engen Freunden. Seine Sehkraft wurde zunehmend
schlechter, bereits 1890 konnte Degas kaum noch lesen.
Edgar Hilaire Germain Degas starb im September 1917 in Paris.