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Canaletto (Bernardo Bel(l)ot(t)o), (* 1720/21 in Venedig, † 1780 in Warschau), war ein venezianischer Maler.
Er ist vor allem für seine realistischen Veduten europäischer Städte bekannt.
Bellotto wurde in Venedig als Sohn des Gutsverwalters Lorenzo Antonio
und der Fiorenza Domenica geb. Canal als viertes von fünf Kindern
geboren. Der Großvater mütterlicherseits und dessen Bruder waren
Theatermaler (Bühnenbildner) gewesen, der Bruder der Mutter war der
damals schon berühmte venezianische Vedutenmaler Giovanni Antonio Canal
gen. Canaletto (1697-1768).
Das Talent des jungen Bernardo wurde durch den Onkel, früh entdeckt,
und schon als 14jähriger trat er 1736 in die Werkstatt des älteren
Canaletto ein. Im Jahr 1738 wurde er Mitglied der Malerzunft.
Vor seiner Hochzeit mit Maria Elisabetta Pizzorno am 5. November 1741
reiste Bellotto zusammen mit seinem Onkel Canaletto durch die Umgebung
Venedigs, d.h. entlang dem Brenta-Kanal und nach Padua. Die auf dieser
Kunstreise entstandenen Zeichnungen dienten dem Maler später als
Vorbilder für seine Capricci.
Im Jahr 1745 erhielt Bellotto von Carlo Emanuele III., Herzog von
Savoyen und König von Sardinien, den Auftrag für zwei Veduten von
Turin. Erstmalig bezog Bellotto hier auch die ländliche Landschaft in
die Stadtansicht mit ein.
In 1747 fuhr Bellotto nach Dresden, um dort die Bedingungen seiner
Anstellung am kurfürstlichen Hof auszuhandeln. Er kehrte noch einmal
kurz nach Venedig zurück und verließ zusammen mit seiner Frau, dem
fünfjährigen Sohn Lorenzo und einem Diener seine Heimatstadt für immer.
In dieser ersten Dresdner Zeit perfektionierte Bellotto die Kenntnisse,
die er in seiner Ausbildungszeit und während seiner Reisen durch
Italien erworben hatte.
Von 1758 -1760 hielt er sich am Hofe Maria Theresias in Wien, auf. 1767
übersiedelte er nach Warschau, wo er ab 1768 im Dienste
Stanislaus´ II. stand.
Ganz plötzlich starb Bernardo Bellotto, gen. Canaletto, in Warschau 1780 durch einen Gehirnschlag.